Erinnerungsprojekt zur Pogromnacht vor 80 Jahren

In der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1938 wurden in Stuttgart und Bad Cannstatt, ebenso wie an vielen anderen Orten im Deutschen Reich, mit Billigung und Unterstützung der kommunalen Behörden Synagogen angezündet und zerstört, jüdische Geschäfte geplündert und hunderte Menschen jüdischen Glaubens in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.

In Erinnerung und im Gedenken an die Pogromnacht haben sich Frau Prof. Barbara Traub von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg und Frau Bürgermeisterin Isabel Fezer im Namen der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit mit den beiden kommunalen Jugendhilfeträgern Lernort Geschichte und Stadtjugendring Stuttgart e.V. zusammengetan, um über die zentrale Gedenkveranstaltung hinaus in Kooperation mit weiterführenden Schulen in Stuttgart dezentrale Veranstaltungen anzustoßen und zu organisieren. Außerdem beteiligen sich 30 zivilgesellschaftliche und staatliche Organisationen, Initiativen und Institutionen, welche die teilnehmenden Schulen bei den Vorbereitungen oder heute selbst inhaltlich unterstützen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen.

Über 30 Stuttgarter Schulen beteiligen sich an dem Erinnerungsprojekt zum 80. Jahrestag der Pogromnacht am 09.11.2018. Von Gedenkaktionen rund um Stolpersteine für jüdische Bürger*innen über Stadtrundgänge, Lesungen und Workshops bis hin zu von Schülerinnen und Schülern konzipierten Ausstellungen, eigens erarbeiteten Theaterstücken und einer Filmvorführung des Filmes „Blut muss fließen“, der sich mit aktuellen Formen von Antisemitismus beschäftigt – rund um den heutigen Tag wird im Rahmen des Projektes auf sehr vielfältige Art und Weise an die Ereignisse der Pogromnacht erinnert.

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Zu Fuß auf den Spuren des Dritten Reichs, 06.10.2018

Am 06. Oktober findet unser politisch-historischer Stadtrundgang „Zu Fuß auf den Spuren des Dritten Reichs“ im Stuttgarter Stadtzentrum statt.

In dem rund dreistündigen Rundgang im Herzen der Landeshauptstadt stehen Plätze und Gebäude im Mittelpunkt, die in der Zeit des Nationalsozialismus Orte des Widerstands oder des Verbrechens darstellten. Gezeigt wird Stuttgarts aktive Rolle in den Jahren 1933 bis 1945.

Unter anderem werden die Residenz der geheimen Staatspolizei, das Büchsenviertel, die Stiftskirche, das Rathaus Stuttgart und das Mahnmal am Karlsplatz angesteuert.

Leitung: Janka Kluge
Termin: Samstag, 06. Oktober 2018
Beginn: 14Uhr
Dauer: ca. 2,5-3 Stunden
Treffpunkt: Säule vor dem Neuen Schloss am Schlossplatz
Kosten: 7 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.
Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen notwendig. Danke!

Anmeldung über:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr.5
70469 Stuttgart
Tel: 0711/2372631
E-Mail: friederike.hartl(at)sjr-stuttgart.de

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Barrierefreie Stadterkundung, 29.09.2018 ab 14Uhr

Am Samstag, 29.09.2018 kann ab 14Uhr an unserer barrierefreien Stadterkundung teilgenommen werden.

Unser barrierefreies Angebot ist für Menschen in Rollstühlen und Geheinschränkungen sowie für blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen gedacht. Ohne Hürden und mit taktilen Hilfsmitteln werden u.a. die Synagoge, das Eugen-Bolz-Denkmal, das Rathaus, die ehemalige Zentrale der „Geheimen Staatspolizei“ (Hotel Silber) und das Mahnmal für alle Opfer des Nationalsozialismus angesteuert. Die Route wurde im Rahmen eines Modellprojekts von Betroffenen entwickelt.

Leitung: Marc Fischer
Termin: Samstag, 29. September 2018
Beginn: 14Uhr
Dauer: ca. 2,5 Stunden
Treffpunkt: Ecke Fritz-Elsas-Straße / Hospitalstraße
Kosten: 7 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.
Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen notwendig. Danke!

Anmeldung über:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr.5
70469 Stuttgart
Tel: 0711/2372631
E-Mail: friederike.hartl(at)sjr-stuttgart.de

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Stadtrundgang „Frauen im Nationalsozialismus“ am 23.09.2018

Am kommenden Sonntag, 23.09.2018 findet ab 15Uhr unser Stadtrundgang „Frauen im Nationalsozialismus“ statt.

Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt von Stuttgart besuchen wir Orte, die an das Leben von Frauen in nationalsozialistischer Zeit erinnern. Dabei werden wir immer wieder Rückgriffe auf die Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten machen, um die Veränderungen im Leben dieser Frauen zu verdeutlichen.
Hören Sie über das Leben und die Schicksale von Jüdinnen in Stuttgart, über Frauen, die sich dagegen wehrten, aus Machtpositionen ausgeschlossen zu werden, und über die Beteiligung von Frauen am Widerstand gegen die Nationalsozialisten.
 
Leitung: Claudia Weinschenk
Termin: Sonntag, 23. September 2018
Beginn: 15Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Hospitalstraße 36 (bei der Synagoge)
Kosten: 7 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.
Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen notwendig. Danke!
 
Anmeldung über:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr.5
70469 Stuttgart
Tel: 0711/2372631
E-Mail: friederike.hartl(at)sjr-stuttgart.de

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Auf den Spuren einst verbotener Klänge, Meinungen und Lebensweisen junger Menschen aus der Region während der Zeit des Nationalsozialismus

Wenige Tage vor den Sommerferien begaben sich neun Schüler*innen der Nikolauspflege im Rahmen des Inklusionsprojekts „Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ auf Spurensuche von einst verbotenen Klängen, Meinungen und Lebensweisen junger Menschen aus der Region zwischen 1933 und 1945.

Im ersten Teil des Workshops entdeckten alle Teilnehmer*innen bei einer interaktiven Stadterkundung Biografien mit dazugehörigen Orten und Plätzen, bei denen zwischen 1933 und 1945 aus Sicht der Nationalsozialisten verbotenes gehört, geschrieben oder gesagt wurde.
Bei einem einstigen innerstädtischen Treffpunkt der „Swing Jugend“ gingen die hochgradig sehbehinderten und blinden Projekt-Teilnehmer*innen der Frage nach, wie sich das Leben für Liebhaber*innen dieser durch die Nationalsozialisten verbotenen Jugendkultur gestaltet haben könnte.
Welche Folgen ein Schriftzug der durch Mitglieder einer jungen Widerstandsgruppe unweit des Hauptbahnhofs hatte, bei dem diese auf eine drohende Kriegsgefahr durch die Nationalsozialisten hinwiesen, erfuhren die Teilnehmer*innen im weiteren Verlauf der Stadterkundung.

Die gewonnenen Eindrücke, Fragestellungen und eigenen Empfindungen mündeten in Tondokumente, die von den Teilnehmer*innen am zweiten Projekt-Tag mit professioneller Hilfe entstanden. Die Produkte mit unterschiedlichen Spielzeiten können die Projekt-Teilnehmer*innen für sich selbst nutzen. Für die Projektverantwortlichen bieten die Produktionen Zielgruppen gerechte Zugänge für zukünftige Nutzer*innengruppen.

„Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ wird maßgeblich durch die Baden-Württemberg-Stiftung und dem Landesjugendring Baden-Württemberg im Rahmen des Förderschwerpunkts „Wir sind dabei!“ unterstützt.

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Inklusionsprojekt „Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ gestartet

Bei „Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ wird die Rolle Stuttgarts während der Zeit des Nationalsozialismus barrierefrei, spannend, inklusiv und aus Sicht der Beteiligten erzählt.

Alle Teilnehmer*innen können beispielsweise kurze Clips (Video, Audio) in verschiedenen Sprachversionen erstellen. Gleichaltrige lernen und vermitteln Lebenslinien von Personen, die in und für Stuttgart in dieser Zeit prägend waren, entdecken Orte und Plätze mit Geschichtsbezug, erleben Freiräume zum Ausdruck eigener Empfindungen in Wort, Bild oder szenischem Spiel,  produzieren zukünftig nutzbare Darstellungsmöglichkeiten und  Methoden, die neugierig auf eine geschichtliche Erkundung der Innenstadt machen,  erklären wie sich das Leben für junge Menschen in Stuttgart während der NS-Zeit gestaltete und entwickeln gemeinsam Materialien für junge Menschen mit und ohne Handicap.

Bei diesem für Stuttgart neuartigen Vorhaben erfahren die Aktiven ansprechend, unverkrampft, inklusiv und interaktiv mehr über die Stuttgarter Stadtgeschichte und erleben einen direkten Austausch mit allen Projekt-Teilnehmer*innen und deren Lebenswirklichkeiten. Gezeigt wird auch, dass Flucht, Ausgrenzung und Zerstörung keine Themen „von gestern“ sind.

Mit „Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ sprechen wir Menschen mit Fluchterfahrungen, Jugendliche aus der Jugendverbandsarbeit, Personen mit einem Handicap, Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und alle, die Lust haben, die Stuttgarter Stadtgeschichte aus ihrer Sicht zu erzählen, an.

„Achtung Geschichte! – nicht stolpern!“ wird maßgeblich durch die Baden-Württemberg-Stiftung und dem Landesjugendring Baden-Württemberg im Rahmen des Förderschwerpunkts „Wir sind dabei!“ unterstützt.

 

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Stadtrundgang „Stammheim im Nationalsozialismus“, 21.04.2018

Stammheim, erst 1941 nach Stuttgart eingemeindet und heute der nördlichste Stadtbezirk, soll als Beispiel dienen für alltägliche Kontinuitäten und Veränderungen nach der Machtübertragung an die NSDAP 1933: Wie wirkte sich die Herrschaft des neuen Regimes in solch einem kleinen Ort aus, wie reagierte die Bevölkerung? Wir werden einen Bogen schlagen von den Auswirkungen in politischen Gremien über Widerstand und Verfolgung bis zu Krieg und Zwangsarbeit.

Leitung: Claudia Weinschenk
Termin: Samstag, 21. April 2018
Beginn: 15Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Endhaltestelle U15 Stammheim
Kosten: 7 EUR für Erwachsene, 5 EUR für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.
Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen notwendig. Danke!

Anmeldung:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr.5
70469 Stuttgart
Tel: 0711/2372631
E-Mail: friederike.hartl(at)sjr-stuttgart.de

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Erinnerungsprojekt – 80. Jahrestag Pogromnacht

In der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1938,
wurden in Stuttgart und Bad Cannstatt ebenso wie an vielen anderen Orten im Deutschen Reich mit Billigung und Unterstützung der kommunalen Behörden Synagogen angezündet und zerstört, jüdische Geschäfte geplündert und hunderte jüdische Menschen in das Konzentrationslager Dachau verschleppt.
In Erinnerung und im Gedenken an die Pogromnacht streben Frau Prof. Barbara Traub; IRGW, Bürgermeister Dr. Martin Schairer; GCJZ über die zentrale Gedenkveranstaltung hinaus, mit Hilfe der beiden kommunalen Jugendhilfeträger Lernort Geschichte (StjG) und Stadtjugendring Stuttgart e.V. (SJR), mit allen weiterführenden Schulen in Stuttgart dezentrale Veranstaltungen durchzuführen.
Träger*innen / Koordinator*innen:
Weitere Informationen und Kontakt:
Details zum Projekt finden Sie bei unserem Kooperationspartner Lernort Geschichte: Erinnerungsprojekt
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Stadtrundfahrt „Jugend im Nationalsozialismus“, 25.03.2018

Am 30.03.2018 wäre der 100. Geburtstag von Hans Gasparitsch gewesen. Er war in der Gruppe G aktiv – einer jugendlichen Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus. Hans Gasparitsch gründete später den Arbeitskreis der Antifaschistischen Stadterkundungen beim Stadtjugendring mit. Anlässlich seines Geburtstages findet diese Stadtrundfahrt statt

Der Fokus liegt auf der Situation Jugendlicher in Stuttgart während des Nationalsozialismus. Welche Rolle spielten HJ und BDM und gab es Möglichkeiten außerhalb der Organisationen die Freizeit zu verbringen? Wie sah der Schulunterricht aus und mussten alle Lehrkräfte Mitglied einer nationalsozialistischen Organisation sein? Außerdem wird es um die Frage gehen, wie Jugendliche den Krieg erlebten und ob die Landverschickung für alle Jugendlichen galt. Neben der Beantwortung dieser Fragen wird auch „Jugendlicher Widerstand“ anhand der Gruppe G und der Swing Jugend eine zentrale Rolle während der Rundfahrt einnehmen.

Leitung: Janka Kluge
Termin: Sonntag, 25. März 2018
Beginn: 14Uhr
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Treffpunkt: Karlsplatz
Kosten: 10 EUR für Erwachsene, 5 EUR für Schüler*innen, Auszubildende und Student*innen
Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene.
Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen notwendig. Danke!

Anmeldung:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr.5
70469 Stuttgart
Tel: 0711/2372631
E-Mail: friederike.hartl(at)sjr-stuttgart.de

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19.02.2018 – Szenische Lesung „Eugen Grimminger – ‚Weiße Rose‘-Akteur. Ein Stuttgarter stemmt sich gegen die Judenverfolgung“

Am Montag, 19.02.2018 wird ab 19Uhr im Hospitalhof Stuttgart (Büchsenstr. 33) die Szenische Lesung „Eugen Grimminger – ‚Weisse Rose‘-Akteur. Ein Stuttgarter stemmt sich gegen die Judenverfolgung“ aufgeführt.

Schüler*innen zeigen in Spielszenen, dass die „Weisse Rose“ in Stuttgart präsent war. Grimmingers konsequenter Weg in den Widerstand ergab sich aus seinen Erfahrungen mit der Verfolgung von Juden und Jüdinnen.

Aufgeführt von: Hannes Hartleitner, Scholl-Grimminger-Forum GSS und seiner jungen Grimminger-Gruppe

Veranstalter*innen: Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V., in Kooperation mit dem Stadtjugendring Stuttgart e.V. und dem Evangelischen Bildungszentrum Hospitalhof

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