SJR veranstaltet bundesweite Jahrestagung der Arbeitskreise in der politisch-historischen Jugendbildung

Vom 27.10.2017 – 29.10.2017 richtet der Stadtjugendring Stuttgart e.V. ein bundesweites Netzwerktreffen von ehrenamtlich Aktiven in der politisch-historischen Jugendbildungsarbeit (Fokus: Nationalsozialismus) in Stuttgart aus.

In Workshops, Diskussionsforen und Vorträgen werden verschiedene Facetten von „Kontinuitäten der Verfolgung“ aufgegriffen. Es geht u.a. um die Gegenwartsbezüge in der politisch-historischen Jugendbildung am Beispiel des Themas „Innere Sicherheit“. Beleuchtet werden in diesem Kontext Lebenslinien von lokal handelnden Personen mit einer nationalsozialistischen Vergangenheit bei Ämtern, Behörden, Kulturbetrieben und weiteren Schlüsselpositionen der „jungen Bundesrepublik“. Ein anderes Thema ist die „Verfolgung damals und heute – was könnten wir aus der Geschichte lernen?“. Zur Vertiefung bieten dazugehörige Stadterkundungen praktische Impulse zur Wissensvermittlung für junge Zielgruppen.

Am Samstag, 28.10.2017 findet ab 17.30Uhr im Kulturzentrum Merlin (Augustenstraße 72) eine öffentliche Vortragsveranstaltung statt: „„Ungebrochene Aura oder kritische Reflexion? Möglichkeiten historisch-politischen Lernens an ehemaligen Täterorten des Nationalsozialismus“. Diese Veranstaltung beschäftigt sich auf der einen Seite mit Geschichtsbildern in der extremen Rechten und auf der anderen Seite mit dem Umgang im Kontext von Bildungsarbeit an ehemaligen Täterorten.

Ehrenamtlich engagierte Stadterkunder*innen auf Bundesebene, die für Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Initiativen und der Gedenkstättenarbeit aktiv sind, treffen sich für einen Erfahrungsaustausch einmal jährlich in einer der beteiligten Kommunen.
Der Stadtjugendring Stuttgart bietet mit seinem politisch-historischen Arbeitskreis seit vielen Jahrzehnten Stadterkundungen für Schulen, Jugendeinrichtungen und Interessensgruppen in der Landeshauptstadt an.

Wir sind gespannt auf den Austausch und freuen uns!

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Stadtrundfahrt „Jugend im Nationalsozialismus“ am 23.09.2017

Janka Kluge nimmt alle Interessierten am 23. September 2017 ab 14Uhr mit auf die Stadtrundfahrt „Jugend im Nationalsozialismus“.

Bei dieser Stadtrundfahrt soll speziell auf die Situation Jugendlicher in Stuttgart während des Nationalsozialismus eingegangen werden. Welche Rollen spielten HJ und BDM und gab es Möglichkeiten außerhalb der Organisationen die Freizeit zu verbringen? Wie sah der Schulunterricht aus und mussten alle Lehrkräfte Mitglied einer nationalsozialistischen Organisation sein? Außerdem wird es um die Frage gehen, wie Jugendliche den Krieg erlebten und ob die Landverschickung für alle Jugendlichen galt. Neben der Beantwortung dieser Fragen wird auch „Jugendlicher Widerstand“ anhand der Gruppe G und der Swing Jugend eine zentrale Rolle während der Rundfahrt einnehmen.

Leitung                   Janka Kluge
Termin                Samstag, 23. September 2017
Beginn                    14 Uhr
Dauer                      ca. 3,5 Stunden
Treffpunkt             Karlsplatz
Kosten                    10 EUR für Erwachsene, 5 EUR für Schüler*innen und Student*innen

Anmeldung:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr. 5
70469 Stuttgart
Email: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene!

Wegen begrenzter Teilnehmer*innenzahl sind Anmeldungen erbeten!

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Stadtrundgang „Frauen im Nationalsozialismus“ am 03.09.2017

Am 03. September 2017 unternimmt Claudia Weinschenk ab 15Uhr einen Stadtrundgang zum Thema „Frauen im Nationalsozialismus“.

Bei dem Spaziergang durch die Innenstadt von Stuttgart besuchen wir Orte, die an das Leben von Frauen in nationalsozialistischer Zeit erinnern. Dabei werden wir immer wieder Rückgriffe  auf die Zeit vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten machen, um die Veränderungen im Leben dieser Frauen zu verdeutlichen.

Hören Sie über das Leben und die Schicksale von Jüdinnen in Stuttgart, über Frauen, die sich dagegen wehrten, aus Machtpositionen ausgeschlossen zu werden, und über die Beteiligung von Frauen am Widerstand gegen die Nationalsozialisten.

Leitung: Claudia Weinschenk
Termin: Sonntag, 03. September 2017
Beginn: 15 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden
Treffpunkt: Hospitalstraße 36 (bei der Synagoge)
Kosten: 7 EUR für Erwachsene, 5 EUR für Schüler und Studenten

Veranstalter/Anmeldung:
Stadtjugendring Stuttgart e.V.
Junghansstr. 5
70469 Stuttgart
Tel.: 0711/23726-31
Email.: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de und geschichts-ver-fuehrungen@web.de

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene!
Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sind Anmeldungen erbeten!

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3. und vorerst letzte FRAGE-ZEICHEN-Premiere am 12.07.2017

Heute am 12. Juli 2017 findet ab 18.30Uhr nochmals im Kino METROPOL 2 die vorerst letzte FRAGE-ZEICHEN-Premiere statt.

Gezeigt werden die Filme mit Maria Walz, Trudy Schwarz, Ernst Nussbaum und Henry Kandler. Wir freuen uns besonders darüber, dass Maria Walz und Henry Kandler bei der Premiere anwesend sein werden. Henry Kandler ist dafür extra mit seiner Enkelin aus New York angereist.

Maria Walz wuchs in einer katholisch geprägten Familie auf, die die Nazis ablehnte. Sie war Patientin des jüdischen Arztes Jakob Holzinger, den sie sehr schätzte. Nach der Zerstörung ihres Elternhauses kam sie mit ihrem kleinen Sohn bei Verwandten auf dem Land unter. Dort erlebten sie und ihr Sohn, wie in den letzten Kriegstagen Desertierende aufgehängt wurden.

Trudy Schwarz ist die Nichte von Otto Hirsch. Ihre Schulzeit verbrachte sie an der Schieker-Schule, einer progressiven Versuchsschule in Stuttgart-West, die von den Nazis geschlossen wurde. Während ihr Onkel dem Terror der Nazis zum Opfer fiel, konnte ihre Familie noch rechtzeitig in die USA fliehen.

Ernst Nussbaum musste nach der Pogromnacht 1938 das Karlsgymnasium verlassen. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester konnte die Familie gerade noch rechtzeitig in die USA fliehen, wo er zunächst in einer Pflegefamilie leben musste, weil die Eltern erst nach einer Existenzgrundlage für die Familie suchten.

Henry Kandler, in Stuttgart geboren als Heinz Kahn, wurde von seinen Eltern zusammen mit seinem jüngeren Bruder als Neunjähriger mit dem „Kindertransport“ nach England geschickt, um die beiden vor dem Zugriff der Nazis zu retten. Erst nach fünf Jahren sah er seine Eltern wieder, die in letzter Minute in die USA fliehen konnten.

Rückfragen/Reservierung bei Friederike Hartl (friederike.hartl@sjr-stuttgart.de, 0711-2372631). Der Eintritt ist kostenlos.

Veranstaltungsort: Kino METROPOL 2, Bolzstraße 10, 70173 Stuttgart

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2. Premiere der neuen FRAGE-ZEICHEN-Filme

Nach einer erfolgreichen Premiere der ersten beiden Zeitzeug*innenfilme der 3. Reihe FRAGE-ZEICHEN präsentieren der Stadtjugendring Stuttgart und die Stuttgarter Stolperstein-Initiativen am 21. Juni 2017 ab 18.30Uhr im Kino METROPOL 2 drei weitere neue Filme.

Dieses Mal feiern die Filme mit Heinz Beurer, Margot Bauer-Nill und Gerhard Dürr Premiere.

Heinz Beurer wurde im Februar 1945 als Siebzehnjähriger mit dem letzten Transport aus Stuttgart in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung ging er nach Israel und kehrte in den fünfziger Jahren nach Stuttgart zurück.

Margot Bauer-Nill erlebte als Kind wie ihr Vater von der Gestapo verhaftet und misshandelt wurde. Er hatte Familien von verhafteten Arbeitskollegen unterstützt und wurde denunziert. Von dieser Erfahrung war ihre Kindheit in der NS-Zeit geprägt.

Gerhard Dürr musste mit sechzehn Jahren als Luftwaffenhelfer in den Krieg ziehen. Neben seinen Kriegserfahrungen, berichtet er vom Alltag als Kind und Jugendlicher während der NS-Zeit und von seiner Tante, die ihre Stelle als städtische Kindergärtnerin verlor, weil sie nicht dem NS-Berufsverband „Braune Schwester“ beigetreten war.

Über den Zeitraum von einem Jahr trafen sich Jugendliche mit Stuttgarter Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Nationalsozialismus, um über deren Erinnerungen zu sprechen. Bei den persönlichen Gesprächen berichteten die Interviewten von ihrer Jugend im Nationalsozialismus, von Verfolgung und Vertreibung und den Schicksalen ihrer Familien.

Alle Treffen zwischen den Zeitzeug*innen und den Jugendlichen wurden filmisch begleitet. So entstanden insgesamt neun unterschiedliche, aber allesamt fesselnde Kurzdokumentationen.

Die letzten vier Filme werden am 12.Juli 2017 ebenfalls ab 18.30Uhr im Kino METROPOL 2 gezeigt.

Rückfragen/Anmeldung:

Stadtjugendring Stuttgart e.V.

Friederike Hartl

Junghansstr. 5

70469 Stuttgart

Tel: 0711/23726-31

E-Mail: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de

Termine:

21. Juni 2017

12. Juli 2017

Veranstaltungsort: Kino METROPOL 2, Bolzstraße 10, 70173 Stuttgart

Der Eintritt ist kostenlos. Um Anmeldungen wird gebeten.

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Stadtrundgang „Der Haken am Kreuz“ am 23.06.2017

Am 23. Juni 2017 veranstalten wir den Friedenspolitischen Stadtrundgang „Der Haken am Kreuz. Kirchen, Politik und Gesellschaft in und um Stuttgart“.

Das Ziel des Stadtrundgangs ist eine Auseinandersetzung, die die historischen, kirchlichen und politischen Gegebenheiten beleuchtet und die nationalsozialistische Zeit (1933-1945) als ein Kapitel betrachtet, dessen Aufarbeitung längst nicht abgeschlossen ist.

Wir wollen an historischen Orten in der Innenstadt an Menschen erinnern, Geschichten beleuchten und Positionen diskutieren. Dabei soll keine umfassende Aufarbeitung der Geschichte entstehen, sondern es soll in Schlaglichtern die Rolle der Kirchen im Nationalsozialismus entdeckt werden. Waren die Kirchen Täter und/oder Verfolgte? Übernehmen sie Mitverantwortung für das Unrecht? Wie Positionieren sie sich  heute zu Themen wie Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus?

Anhand der historischen Betrachtungen sollen Fragen provoziert werden, die den Blick auf die heutige Entwicklung in der Gesellschaft und der Politik schärfen und Impulse geben, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Der Haken soll zum Nachdenken anregen und das Kreuz soll uns mahnen.

„Die Jungen sind nicht verantwortlich für das was damals geschah. Aber sie sind verantwortlich für das, was in der Geschichte daraus wird.“

Richard v. Weizsäcker (1985)

Der Rundgang wird von Mitgliedern des SJR-Arbeitskreises begleitet und moderiert.

Organisatorisches:

Leitung: Harald Hellstern

Beginn: 18:30Uhr

Dauer: ca. 2.5 Stunden

Treffpunkt: St. Eberhard, Königstraße 5

Kosten: 7 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Schüler*innen und Student*innen

Anmeldung:

Stadtjugendring Stuttgart e.V.

Tel.: 0711/23726-11

Fax.: 0711/23726-90

Email.: alexander.schell@sjr-stuttgart.de

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene!

Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sind Anmeldungen erbeten!!!

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Stadtrundgang am 17. Juni 2017 – Zu Fuß auf den Spuren des Dritten Reichs

Am 17. Juni 2017 findet der Stadtrundgang „Zu Fuß auf den Spuren des Dritten Reichs -politisch-historischer Stadtrundgang im Stadtzentrum“ statt.

In dem rund dreistündigen Rundgang im Herzen der Landeshauptstadt stehen Plätze und Gebäude im Mittelpunkt, die in der Zeit des Nationalsozialismus Orte des Widerstands oder des Verbrechens darstellten. Gezeigt wird Stuttgarts aktive Rolle in den Jahren 1933 bis 1945.

Unter anderem werden: Die Residenz der geheimen Staatspolizei, das Büchsenviertel, die Stiftskirche, das Rathaus Stuttgart und das Mahnmal am Karlsplatz angesteuert.

Organisatorisches:

Leitung: Janka Kluge

Beginn: 14 Uhr

Dauer: ca. 2,5 – 3 Stunden

Treffpunkt: Säule vor dem Neuen Schloss am Schlossplatz

Kosten: 7 EUR für Erwachsene und 5 EUR für Jugendliche

Anmeldung:

Stadtjugendring Stuttgart e.V.

Tel: 0711/2372611

Fax.: 0711/23726-90

Email.: alexander.schell@sjr-stuttgart.de

Das Angebot richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene!

Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sind Anmeldungen erbeten!!!

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Premieren der neuen „FRAGE-ZEICHEN“-Filme

FRAGE-ZEICHEN Jugendliche im Gespräch mit Zeitzeug*innen des Nationalsozialismus.
Filmpremieren ab 10. Mai 2017

Seit 2012 betreibt der Stadtjugendring in Kooperation mit den Stuttgarter Stolperstein-Initiativen das Filmprojekt FRAGE-ZEICHEN, in dem Jugendliche mit Zeitzeug*innen des Nationalsozialismus über deren Erinnerungen sprechen. Bei den persönlichen Gesprächen berichten die Interviewten von ihrer Jugend im Nationalsozialismus, von Verfolgung und Vertreibung und den Schicksalen ihrer Familien. Die Gespräche wurden vom Filmemacher Steffen Kayser aufgezeichnet und zu Filmen verarbeitet. Nachdem so schon vierzehn bewegende Beiträge zum Stuttgarter Stadtgedächtnis entstanden sind, wurden im vergangenen Jahr neun weitere Filme gedreht, teilweise in Stuttgart, teilweise in New York und in Washington. Diese werden jetzt in drei Veranstaltungen erstmals öffentlich gezeigt.

Filmpremieren am:

10. Mai 2017
21. Juni 201
12. Juli 2017

Alle Filmvorführungen finden im Kino METROPOL 2, Bolzstr.10, 70173 Stuttgart statt.
Beginn: jeweils ab 18.30Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei, Reservierung von Plätzen wird empfohlen.
Anmeldung: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de, Tel.: 0711 – 237 26 31

Den Flyer zur Filmreihe finden Sie hier: http://hotel-silber.de/?p=1799

Die bisher entstandenen vierzehn Filme sind auf zwei DVDs verfügbar und können bezogen werden beim Stadtjugendring: friederike.hartl@sjr-stuttgart.de
Die neun neuen Filme werden vermutlich Ende Juli – nach Ende der Filmreihe – auf einer weiteren DVD verfügbar sein.

Das Projekt „Frage-Zeichen“ ist ein durch die Stadt Stuttgart gefördertes Gemeinschaftsprojekt der Stuttgarter Stolperstein Initiativen und des Stadtjugendrings Stuttgart.

10. Mai 2017:
Filme mit Hannelore Marx und Heinz Hummler

Hannelore Marx wurde mit ihren Eltern am 1. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Sie überlebte die vier Jahre in verschiedenen Konzentrationslagern. Nach der Befreiung kehrte sie für kurze Zeit nach Stuttgart zurück und wanderte dann aus in die USA. In ihrem Buch „Stuttgart – Riga – New York“ berichtet sie über das ihr Widerfahrene.

Heinz Hummler wurde 1932 in Stuttgart geboren, weshalb vor allem seine Kindheit stark durch die NS-Herrschaft und zahlreiche Bombenangriffe auf Stuttgart geprägt wurde. Sein Vater Anton Hummler wurde 1944 im Gestapo-Keller („Hotel Silber“) gefoltert, bevor er später von den Nazis hingerichtet wurde. Die Biographie seines Vaters hatte großen Einfluss auf Heinz Hummler, da er als Kind die Verhaftung seines Vaters miterleben musste

21. Juni 2017
Filme mit Heinz Beurer, Margot Bauer-Nill und Gerhard Dürr

Heinz Beurer wurde im Februar 1945 als Siebzehnjähriger mit dem letzten Transport aus Stuttgart in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Nach der Befreiung ging er nach Israel und kehrte in den fünfziger Jahren nach Stuttgart zurück.

Margot Bauer- Nill erlebte als Kind wie ihr Vater von der Gestapo verhaftet und misshandelt wurde. Er hatte Familien von verhafteten Arbeitskollegen unterstützt und wurde denunziert. Von dieser Erfahrung war ihre Kindheit in der NS-Zeit geprägt.

Gerhard Dürr musste mit sechzehn Jahren als Luftwaffenhelfer in den Krieg ziehen. Neben seinen Kriegserfahrungen, berichtet er vom Alltag als Kind und Jugendlicher während der NS-Zeit und von seiner Tante, die ihre Stelle als städtische Kindergärtnerin verlor, weil sie nicht dem NS-Berufsverband „Braune Schwester“ beigetreten war.

12. Juli 2017
Filme mit Ernst Nussbaum, Trudy Schwarz, Henry Kandler und Maria Walz

Ernst Nussbaum musste nach der Pogromnacht 1938 das Karlsgymnasium verlassen. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester konnte die Familie gerade noch rechtzeitig in die USA fliehen, wo er zunächst in einer Pflegefamilie leben musste, weil die Eltern erst nach einer Existenzgrundlage für die Familie suchten.

Trudy Schwarz ist die Nichte von Otto Hirsch. Ihre Schulzeit verbrachte sie an der Schieker-Schule, einer progressiven Versuchsschule in Stuttgart-West, die von den Nazis geschlossen wurde. Während ihr Onkel dem Terror der Nazis zum Opfer fiel, konnte ihre Familie noch rechtzeitig in die USA fliehen.

Henry Kandler, in Stuttgart geboren als Heinz Kahn, wurde von seinen Eltern zusammen mit seinem jüngeren Bruder als Neunjähriger mit dem „Kindertransport“ nach England geschickt, um die beiden vor dem Zugriff der Nazis zu retten. Erst nach fünf Jahren sah er seine Eltern wieder, die in letzter Minute in die USA fliehen konnten.

Maria Walz wuchs in einer katholisch geprägten Familie auf, die die Nazis ablehnte. Sie war Patientin des jüdischen Arztes Jakob Holzinger, den sie sehr schätzte. Nach der Zerstörung ihres Elternhauses kam sie mit ihrem kleinen Sohn bei Verwandten auf dem Land unter. Dort erlebten sie und ihr Sohn, wie in den letzten Kriegstagen Desertierende aufgehängt wurden.

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Zeitzeugenprojekt „Frage-Zeichen“

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Am 29.01.2016 ging das Zeitzeugenprojekt „Frage-Zeichen“ in die dritte Runde. 13 Jugendliche wurden im Laufe des Workshops vorbereitet, um anschließend Zeitzeugen zu ihren Erfahrungen aus der NS-Zeit zu befragen. Diese „Interviews“ werden gefilmt und anschließend auf einer DVD zusammengetragen. Unterstützt werden die Jugendlichen dabei von sieben sogenannten „Vertrauenspersonen“, die die Zeitzeugen entweder persönlich kennen und/oder sich intensiv mit deren Lebenslauf auseinandergesetzt haben.

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Termine für 2016 online!

Es ist nun möglich sich die Termine für die Stadtrundfahrten oder Stadtrundgänge online anzusehen. Weitere Informationen finden Sie in den verschiedenen Rubriken oder unter dem Punkt „Termine“.

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